Heute erleben wir den letzten Tag von Jupiter im Krebs für die kommenden 12 Jahre. Der letzte Grad ist immer besonders wichtig, und wird auch als kritischer Grad bezeichnet.

Da Jupiter während seines gesamten Zyklus durch den Krebs keine Konjunktion mit der Sonne und mit Merkur gebildet hat, was äusserst ungewöhnlich und von daher bemerkenswert ist, ist es an der Zeit uns von frühkindlichen Prägungen und den damit verbundenen Sehnsüchten, Ängsten, Bedürfnissen zu verabschieden, und nun aus dem Ei zu schlüpfen.

Jupiter ist im Krebs - im Zeichen der Mutterschaft, des Nährens und Genährtwerdens - erhöht, hat hier also eine besonders starke Wirkkraft.

Dass uns keine Verbindung der Sonne - also des Herzens, des Selbst, des inneren Kindes - mit dem grossen Wohltäter Jupiter geschenkt wird, ebenso dass wir durch die fehlende Verbindung von Jupiter zu Merkur keine gedankliche und kommunikative Verbindung auf tiefster emotionaler Ebene herstellen können, zeigt, dass wir nun aufgefordert sind unsere bisherigen Beziehungskonzepte und unsere Ansprüche an Partnerschaften zu hinterfragen und uns neu zu orientieren.

Häufig versuchen viele von uns unerfüllte Sehnsüchte, die auf frühkindlichen Prägungen beruhen, auf erwachsene Beziehungen zu übertragen.

Das, was uns vermeintlich oder tatsächlich von unserer Familie zu wenig entgegengebracht wurde, versuchen viele Menschen z.T. ihr Leben lang vergeblich vom Partner zu erhalten, was viele Frustrationen, Enttäuschungen, unüberwindliche Hindernisse und Brüche in Partnerschaften bewirkt.

Wir sind durch die fehlende Jupiter-Sonne und Jupiter-Merkur-Konjunktion im Krebs für die kommenden 12 Jahre aufgefordert uns ganz konkret mit dem auseinanderzusetzen, woran es uns anscheinend mangelt.

Glauben wir, dass wir zu wenig Liebe von unsere Familie erhalten haben?

Meinen wir, dass wir zu wenig Aufmerksamkeit von unserer Familie erhalten haben?

Mangelte es uns an Anerkennung für unsere Leistungen oder einfach nur für unser Wesen?

Haben wir zu wenig mentale, verbale, kommunikative Unterstützung und Nahrung erhalten?

Was auch immer wir glauben zu wenig von unserer Familie erhalten zu haben: wir laufen Gefahr immer wieder in der gleichen Sackgasse in unseren Beziehungen stecken zu bleiben und uns in unerwünschte Abhängigkeiten zu verstricken, wenn wir aus diesem Mangelbewusstsein heraus erwarten, dass andere für unsere Bedürfnisbefriedigung zuständig sind.

Wenn wir vom esoterischen Standpunkt ausgehen würden, und damit anerkennen würden, dass wir es selbst sind, die sich eben diese Familienverhältnisse ausgesucht haben, dann gäbe es keinen Grund zu jammern, und die Familie oder einzelne Mitglieder der Familie dafür verantwortlich zu machen, dass es uns an bestimmten Quellen mangelte.

Aus der gleichen Perspektive gäbe es auch keinen Grund sich beim Partner zu beschweren, wenn dieser uns nicht das gibt, wovon wir meinen zu wenig zu erhalten, denn dann sind wir selbst dafür verantwortlich Beziehungen und Situationen zu schaffen, in denen wir die Befriedigung erhalten, die wir brauchen.

Natürlich können wir mit anderen Menschen zusammen unseren eigenen inneren Reichtum veredeln und erweitern, unser Glück und unsere Liebe vermehren, aber kein anderer Mensch ausser uns selbst ist für die Befriedigung unserer tiefsten Bedürfnisse verantwortlich.

Genau das will uns dieser Jupiter Zyklus aufzeigen.

Wenn Jupiter ab dem 16.07.2014 für das kommende Jahr in den Löwen eintritt weht im wahrsten Sinne ein anderer Wind.

Hier sollte der innere Säugling (Krebs) nun in die nächste Entwicklungsstufe gehen, und zum wesentlich eigenständigeren inneren Kind (Löwe) herangewachsen sein.

Der Vollmond am 12.07.2014 hat uns allen noch mal die Chance gegeben unsere Familienthemen anzuschauen um sie dementsprechend zu verarbeiten.

Natürlich werden wir nicht alle gleichzeitig mit dem Eintritt von Jupiter in den Löwen vom bedürftigen inneren Säugling zum lebensfrohen, spielerischen Kind heranwachsen, denn dieser Übergang ist von unserem individuellen Entwicklungsstand abhängig.

Aber wir sollten uns darüber klar sein, dass dieser Zug nun mit Sicherheit abfährt.

Ob wir aufsteigen oder nicht bleibt wie immer uns selbst überlassen.

Viele liebe Grüsse mit den Sternen *
Druckversion Druckversion | Sitemap
Jeder Mann und jede Frau ist ein Stern *